Was macht ein Krankenpfleger?

Krankenpfleger und -pflegerinnen gehören in Deutschland zu den gefragtesten Fachkräften überhaupt. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Medizin und halten den Betrieb im Krankenhaus am Laufen. Was die genauen Aufgaben sind, erfährst du hier.

Krankenpflegerin bei der Arbeit
© Halfpoint – stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Krankenpfleger und -pflegerinnen kümmern sich um kranke und pflegebedürftige Menschen in Kliniken und Pflegeheimen.
  • Pflegekräfte organisieren und planen alle Arten von Pflegemaßnahmen und führen diese durch.
  • Die Arbeit in der Pflege ist sowohl physisch als auch psychisch anstrengend, aber auch sinngebend und erfüllend.

Welche Aufgaben übernehmen Krankenpfleger und -pflegerinnen?

Krankenpfleger und -pflegerinnen kümmern sich um kranke Menschen. Sie versorgen und betreuen sie im Alltag. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören dabei folgende Tätigkeiten:

  • Pflegeanamnese, -diagnose und -planung
  • Durchführung der verschiedenen Pflegemaßnahmen
  • Psychosoziale Betreuung der Patienten und Patientinnen
  • Dokumentation und Organisation der Pflegearbeit
  • Ärztlich angeordnete diagnostische und therapeutische Maßnahmen durchführen
  • Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten und Injektionen
  • Blutentnahme
  • Legen von Blasenkathetern, Darmeinläufen und Magensonden
  • Gesundheitsberatung und -information

In welchen Einrichtungen arbeiten Pflegefachkräfte?

Am häufigsten kommen Pflegefachkräfte in Krankenhäusern zum Einsatz. Dabei werden sie sowohl in Allgemeinkrankenhäusern, Universitätskliniken und Fachkrankenhäusern als auch in Sanatorien und Rehabilitationseinrichtungen gebraucht. Außerdem können Krankenpfleger und -pflegerinnen auch in Alten- und Pflegeheimen oder Hospizen arbeiten. Mit genug Berufserfahrung ist außerdem eine selbstständige Tätigkeit als Berater oder Beraterin für Krankenkassen, Gesundheitsämter und Beratungsstellen möglich.

In den meisten Fällen arbeiten Pflegefachkräfte im Schichtdienst. Die Arbeit am Wochenende sowie an Feiertagen ist für sie ganz normal – schließlich sind die Menschen im Krankenhaus rund um die Uhr auf ihre Hilfe angewiesen. Wer sich für die Arbeit in der Pflege interessiert, sollte daher sowohl psychisch als auch physisch belastbar sein.


Welche Qualifizierung braucht man zur Arbeit in der Krankenpflege?

Die Ausbildung in der Krankenpflege wurde in Deutschland 2020 neu geregelt. Seitdem absolvieren künftige Pflegefachkräfte eine allgemeine Pflegeausbildung. Dafür benötigen sie entweder mindestens eine mittlere Reife oder einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder Assistenz-/Helferausbildung in der Pflege.

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann dauert drei Jahre. Zwei davon sind allgemein gehalten. Im dritten Jahr können sich Auszubildende, falls sie möchten, auf die Alten- oder Kinderpflege spezialisieren. Die Ausbildung erfolgt einerseits theoretisch in der Berufsschule. Andererseits arbeiten angehende Pflegefachkräfte in der stationären Akut- und Langzeitpflege sowie der ambulanten Pflege. Dort lernen sie, ihr theoretisches Wissen auch praktisch anzuwenden.


Die Vor- und Nachteile als Krankenpfleger oder -pflegerin

Pflegefachkräfte haben täglich mit Menschen zu tun und helfen ihnen mit ihrer Tätigkeit. Das wird von den meisten Krankenpflegern und -pflegerinnen als sehr erfüllend wahrgenommen. Gleichzeitig gilt die Tätigkeit in Deutschland zu den vertrauenswürdigsten Berufen überhaupt. Pflegekräfte genießen also auch gesellschaftlich ein hohes Ansehen. Auf der anderen Seite ist die Arbeit in der Pflege interessant: Da man jeden Tag den unterschiedlichsten Menschen und Fällen begegnet, wird die Arbeit nie langweilig.

Da in der Pflege ein starker Fachkräftemangel herrscht, handelt es sich um einen äußerst zukunftssicheren Beruf. Die Arbeit im Drei-Schicht-Modell mit Wochenenddiensten ist aber auch fordernd und anstrengend. Außerdem musst du häufiger für kranke Kollegen und Kolleginnen einspringen. Auch körperlich ist die Arbeit in der Pflege alles andere als einfach. Angesichts dieser Belastung ist die Bezahlung in der Pflege eher mittelmäßig.