TVöD Pflege 2025: das hat sich dieses Jahr geändert

Wird sich 2025 endlich etwas ändern? Die gute Nachricht vorweg: Ja, es hat sich einiges getan im TVöD Pflege. Doch ob die Änderungen ausreichend sind, um dem chronischen Personalmangel und der hohen Arbeitsbelastung entgegenzuwirken, steht auf einem anderen Blatt. Besonders für Gesundheits-/Krankenpfleger im Saarland und andere Pflegekräfte bundesweit bringen die neuen Regelungen sowohl Hoffnungen als auch weitere Fragen mit sich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gehälter im TVöD Pflege steigen 2025 um durchschnittlich 5,5 Prozent.
  • Neue Zulagen für Intensivpflege und Nachtdienst wurden eingeführt.
  • Die Wochenarbeitszeit bleibt bei 39 Stunden, aber flexible Arbeitszeitmodelle werden ausgeweitet.
  • Kritiker und Kritikerinnen sehen die Erhöhungen als unzureichend angesichts der aktuellen Herausforderungen.

Das ist neu im TVöD Pflege 2025

Die Tarifrunde 2025 hat konkrete Verbesserungen für Pflegekräfte gebracht. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn es noch nicht alle Probleme löst. Die wichtigsten Änderungen im Überblick zeigen: Es bewegt sich etwas im deutschen Pflegesystem.

Die Gehaltserhöhungen fallen je nach Entgeltgruppe unterschiedlich aus. Pflegefachkräfte in der Entgeltgruppe P7 erhalten beispielsweise eine Steigerung von 200 bis 250 Euro brutto monatlich. Pflegehelfer und -helferinnen in P5 bekommen immerhin 150 bis 180 Euro mehr. Diese Zahlen bedeuten für viele eine spürbare Verbesserung der finanziellen Situation.

Bei den Arbeitszeiten und Zulagen hat sich ebenfalls einiges getan:

  • Nachtdienstzulage: Erhöhung von 1,28 Euro auf 1,50 Euro pro Stunde
  • Intensivpflegezulage: neue Zulage von 100 Euro monatlich für Intensivstationen
  • Urlaubstage: Erhöhung um zwei zusätzliche Tage für alle Beschäftigten
  • Flexible Arbeitszeit: Ausweitung der Möglichkeiten für Teilzeit und Jobsharing

Die Cura Medical GmbH beobachtet diese Entwicklungen genau, denn sie wirken sich direkt auf die Attraktivität von Pflegeberufen aus. Besonders die neuen Zulagen könnten dazu beitragen, dass spezialisierte Bereiche wie die Intensivpflege wieder interessanter werden.

Wer profitiert besonders?

Nicht alle Pflegekräfte profitieren gleich stark von den neuen Regelungen. Die größten Gewinner und Gewinnerinnen sind die Fachkräfte in der Intensivpflege und im Nachtdienst. Sie erhalten sowohl die allgemeinen Gehaltserhöhungen als auch die zusätzlichen Zulagen.

Pflegefachkräfte in Krankenhäusern stehen dabei besonders gut da. Die Kombination aus Gehaltserhöhung, Intensivzulage und erhöhter Nachtdienstzulage kann bei Vollzeit und entsprechenden Schichten durchaus zu einer monatlichen Gehaltssteigerung von 300 bis 400 Euro führen. Das ist eine Steigerung, die im Geldbeutel spürbar ankommt.

Anders sieht es in der Altenpflege aus. Hier fallen die Verbesserungen moderater aus, da die speziellen Zulagen weniger greifen. Pflegekräfte in Pflegeheimen profitieren hauptsächlich von der allgemeinen Gehaltserhöhung und den zusätzlichen Urlaubstagen.

Die Funktionsdienste wie OP-Pflege oder Anästhesie bewegen sich irgendwo dazwischen. Je nach Arbeitsbereich und Schichtmodell können sie von den neuen Zulagenregelungen profitieren, allerdings nicht so stark wie die Intensivpflege.

Kritik und offene Fragen

Trotz der positiven Entwicklungen hagelt es Kritik von verschiedenen Seiten. Gewerkschaften und Berufsverbände sehen die Erhöhungen als unzureichend an. Ihre Hauptargumente: Die Inflation der letzten Jahre und die gestiegenen Lebenshaltungskosten machen die Erhöhungen zunichte.

Der Pflegemangel bleibt das Hauptproblem. Experten und Expertinnen bezweifeln, dass die TVöD-Änderungen ausreichen, um mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen oder Pflegekräfte vom Ausstieg abzuhalten. Die Arbeitsbelastung und die emotionale Belastung lassen sich nicht mit Geld allein lösen.

Gewerkschaften fordern weiterhin:

  • Personaluntergrenzen: verbindliche Vorgaben für die Personalbesetzung
  • Arbeitszeitverkürzung: Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden
  • Bessere Work-Life-Balance: mehr planbare Dienstzeiten und weniger Überstunden
  • Weiterbildungsmöglichkeiten: bezahlte Freistellung für Fort- und Weiterbildungen

Die Frage bleibt: Können finanzielle Anreize allein die strukturellen Probleme im Pflegesystem lösen? Die Antwort ist komplex und hängt von vielen Faktoren ab, die über den TVöD hinausgehen.

Zusammenfassung und Fazit

Die TVöD-Änderungen 2025 sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die Gehaltserhöhungen und neuen Zulagen zeigen, dass der gesellschaftliche Wert der Pflegearbeit endlich auch finanziell anerkannt wird. Besonders Intensivpflegekräfte und Beschäftigte im Nachtdienst können sich über spürbare Verbesserungen freuen.

Dennoch bleiben die grundlegenden Probleme bestehen. Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung und schwierige Arbeitsbedingungen lassen sich nicht allein durch Gehaltserhöhungen lösen. Es braucht strukturelle Reformen und ein Umdenken im gesamten Gesundheitssystem. Für Pflegekräfte, die flexible Arbeitsmöglichkeiten suchen, bieten spezialisierte Personaldienstleister wie die Cura Medical GmbH interessante Alternativen zu den starren Strukturen vieler Einrichtungen. Hier können individuelle Bedürfnisse besser berücksichtigt und abwechslungsreiche Einsätze ermöglicht werden.